Das Hauptsymptom der Narkolepsie ist eine tagsüber schwer zu kontrollierende Schläfrigkeit, die mit ungewolltem Einschlafen (Tagesnickerchen)einhergeht. Die somit verursachten Konzentrationsstörungen treten vermehrt bei eintönigen Tätigkeiten auf. An Narkolepsie erkrankte Menschen schlafen während dieser Tagesnickerchen häufig nur fünf und selten bis zu 30 Minuten. Danach sind sie erholter als zuvor. Übermäßige Tagesschläfrigkeit kann bei allen an Narkolepsie erkrankten Menschen beobachtet werden.
Problematisch wird es, wenn die Tagesschläfrigkeit nicht nur, wie bei gesunden Menschen z.B. als Beifahrer im Auto oder vor dem Fernseher auftritt, sondern in unpassenden Augenblicken wie beispielsweise bei der Arbeit. Solange die Diagnose Narkolepsie nicht gestellt wurde, haben die Betroffenen sehr häufig mit Vorurteilen zu kämpfen, werden als faul bezeichnet oder desinteressiert, wenn sie beispielsweise bei der Arbeit oder mitten im Gespräch einschlafen. Wach zu bleiben, ist für die Betroffenen keine Frage des Wollens, sie können das Einschlafen häufig einfach nicht verhindern. Da Außenstehende oftmals kein Verständnis haben, ziehen sich die Betroffenen zurück, vermeiden Unternehmungen mit Freunden oder Familie, bei denen sie einschlafen könnten, und legen zum Teil sogar "heimliche" Nickerchen ein.
Das muss man beachten: Ein erhöhtes Schlafbedürfnis kann auch andere Ursachen haben. Eine gesteigerte Tagesschläfrigkeit kann zum Beispiel Folge eines gestörten Nachschlafes sein. Ursachen dafür können z.B. eine Störung der nächtlichen Atmung oder auch andere organische Erkrankungen sein.
Wichtig ist hier: Menschen mit Narkolepsie sind nicht nur manchmal müde, sondern eigentlich immer und jeden Tag. Ein Gefühl wie "wirklich ausgeschlafen" oder "ausgeruht und topfit" gibt es für Menschen mit Narkolepsie nicht.
Erstellt am: 6.11.2006