Als Schlaflähmung bzw. Schlafparalyse bezeichnet man einen Verlust des Muskeltonus, der beim Einschlafen oder Aufwachen eintritt und mit einer vollständigen Bewegungsunfähigkeit bzw. Lähmung einhergeht. Das heißt, man wacht auf und kann sich nicht bewegen. Unter dem Begriff "Muskeltonus" versteht der Mediziner allgemein die Spannung der Muskeln.
Der Gelähmte ist leicht aus diesem Zustand zu erwecken. Wird er aber nicht geweckt, kann die Lähmung bis zu mehreren Minuten andauern. Von den Betroffenen wird diese Zeit als quälend lang und beängstigend empfunden. Schlafparalysen treten unterschiedlich oft auf. Manche Patienten leiden nur alle paar Monate oder Jahre an einer Schlafparalyse, andere wiederum mehrfach in einer Nacht. Die Schlaflähmung kann auch mit lebhaften Schlafbezogenen Halluzinationen verbunden sein und ist dann besonders unangenehm.
Wichtig ist hier: Schlaflähmungen sind kein eindeutiges Anzeichen für eine Narkolepsie. Sie sind nur bei 50 Prozent der an Narkolepsie erkrankten Menschen zu beobachten und treten gelegentlich auch bei sechs Prozent der Normalbevölkerung auf.
Erstellt am: 6.11.2006