Im Halbschlaf weitergeführte Handlungen, die fehlerhaft oder sinnlos sein können, da es dem Narkolepsie-Patienten an Wachheit mangelt, bezeichnet der Arzt als automatisches Verhalten.
Vereinfacht ausgedrückt, kann man sich das so vorstellen: Schläft ein an Narkolepsie erkrankter Mensch ein, während er eine Tätigkeit ausführt, kann es passieren, dass er diese fortsetzt, wobei ein Teil des Gehirns eigentlich schon schläft, die Motorik aber trotzdem versucht, die Handlung weiterzuführen. Schläft ein Betroffener beispielsweise beim Schreiben eines Briefes ein, schreibt er weiter, produziert aber unleserliche Zeichen. Erzählt ein Patient gerade eine Geschichte, schläft dabei ein und spricht weiter, ergeben seine Worte oftmals keinen Sinn. Manche Betroffene laufen auch während des Schlafens weiter und wachen dann oftmals an ungewöhnlichen Orten auf. Es kommt oft vor, dass sich der Leidtragende nicht mehr komplett an seine im Halbschlaf vorgenommenen Handlungen erinnert. Der Versuch, Schläfrigkeit durch Aktivität zu überwinden, kann in automatischem Verhalten enden.
Wichtig ist hier: Das Fortführen automatischer Tätigkeiten kann über wenige Sekunden bis hin zu 30 Minuten anhalten. Riskant kann es dann werden, wenn ein Betroffener beispielsweise eine gefährliche Maschine bedient und in automatisches Verhalten verfällt. In solchen Momenten erhöht sich das Unfallrisiko. Das automatische Verhalten ist eine Folge der vermehrten Tagesschläfrigkeit.
Erstellt am: 6.11.2006