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Wie häufig ist Narkolepsie?

Narkolepsie gehört zu den seltenen Erkrankungen. Man spricht von einer seltenen Erkrankung, wenn nicht mehr als 5 von 10.000 Menschen an ihr leiden. In Deutschland sind ca. 32.000 Menschen an Narkolepsie erkrankt. Geht man von einer Gesamtbevölkerung von zurzeit ca. 82 Millionen in Deutschland lebenden Menschen aus, macht das eine Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) von ca. 4/10.000, d.h. von 10.000 Menschen sind durchschnittlich vier Menschen betroffen. Die Zahl der Patienten, bei denen die Erkrankung diagnostiziert wurde, ist allerdings wesentlich niedriger als die Statistik vermuten lässt.

Denn laut Experten ist die Dunkelziffer sehr hoch. Dadurch, dass die Narkolepsie so wenig bekannt ist, werden die Symptome häufig nicht ernst genommen oder mit anderen (körperlichen und psychischen) Erkrankungen verwechselt und dadurch falsch behandelt.

 

Übrigens: Experten gehen davon aus, dass in Deutschland mehr als vier Millionen Menschen an einer der ca. 5.000 verschiedenen seltenen Erkrankungen ( www.achse-online.de ) leiden.

 

Im Vergleich: Ein Beispiel für eine andere nicht so häufige, aber sehr bekannte Erkrankung ist die Multiple Sklerose. Die Multiple Sklerose ist zwar im strengeren Sinne keine seltene Erkrankung, weist aber mit ca. 12 Krankheitsfällen pro 10.000 Menschen eine in etwa vergleichbare Häufigkeit in der Bevölkerung auf. Die Multiple Sklerose ist eine chronisch entzündliche Erkrankung von Gehirn und Rückenmark, bei der es zur Beschädigung (Demyelinisation) bestimmter Nervenfasern kommt. Die Krankheit kann in schwerwiegenden Fällen zur Invalidität führen. Aufgrund des großen Bekanntheitsgrades der Erkrankung werden Patienten aber ungleich schneller entdeckt. So vergehen laut Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie ( www.dgn.org ) von den ersten Beschwerden bis zur Diagnosestellung nur 3,4 Jahre.

 

Verfasser: Das Autorenteam

Erstellt am: 6.11.2006          letzte Änderung: 8.3.2007






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