Narkolepsie - Verwechslung möglich?  
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Mit welchen anderen Krankheiten kann eine Narkolepsie verwechselt werden?

Viele Menschen klagen über Tagesschläfrigkeit. Die Aufgabe des Arztes ist es dann herauszufinden, welche Ursache dahinter steckt. Das ist oftmals keine so einfache Aufgabe, denn die Schläfrigkeit kann auf unterschiedliche organische (körperliche), physiologische (die Körperfunktion betreffend), psychologische (die Psyche betreffend) und pharmakologische (Wechselwirkung zwischen Arzneimitteln und dem Organismus) Ursachen zurückzuführen sein. Deshalb ist es überaus wichtig, zunächst die Krankheitsgeschichte ausführlich zu klären. Spezielle Fragebögen helfen dem Arzt, die Diagnose zu stellen. Auch müssen durch unterschiedliche Untersuchungen internistische, psychiatrische und andere neurologische Erkrankungen als Ursache für die Schlafstörungen ausgeschlossen werden.

 

Die häufigste Ursache von Tagesschläfrigkeit ist eine gestörte Atmung im Schlaf. In der Regel besteht der erste Schritt darin, die Tagesschläfrigkeit nach der Erhebung der Krankengeschichte und einer körperlichen Untersuchung durch eine Polygraphie abzuklären. Eine Polygraphie wird durchgeführt, um Atempausen im Schlaf auszuschließen. Schlafunterbrechungen können auch andere Ursachen haben, wie z.B. Schlafmangel und andere körperliche Erkrankungen, bei denen Müdigkeit oder Schläfrigkeit auftritt. Wenn auf diesem Wege keine Ursache für die Beschwerden gefunden werden kann, ist eine Untersuchung im Schlaflabor erforderlich.

 

Kataplexien können als kreislaufbedingte Ohnmachten oder als epileptische Anfälle fehlgedeutet werden. Ein entscheidender Unterschied ist, dass der Patient in der Kataplexie bei Bewusstsein bleibt und sich zumindest weitgehend an das erinnern kann, was um ihn herum vorgegangen ist. "Schwarzwerden vor den Augen" und Schwindel sprechen gegen das Vorliegen einer Kataplexie.

 

Da Kinder dazu neigen, ihre Müdigkeit durch Hyperaktivität zu kompensieren, wird eine Narkolepsie bei Kindern gelegentlich mit einer ADHS-Erkrankung (Aufmerksamkeitsdefizit- Hyperaktivitätsstörung; mit dem so genannten Zappelphilipp-Syndrom) verwechselt.

 

Fazit: Die Diagnose Narkolepsie lässt sich einfach stellen, wenn der Arzt die Erkrankung kennt und die charakteristischen Symptome, insbesondere die Kataplexien, vorhanden sind. Bei unklaren Fällen ist eine Diagnostik im Schlaflabor erforderlich.

 

Verfasser: Das Autorenteam

Erstellt am: 6.11.2006



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