Die Untersuchung eines Patienten über Nacht im Schlaflabor wird Polysomnographie genannt. Die Polysomnographie gibt einen detaillierten Einblick in die körperlichen Vorgänge während der Nacht. Die Messung der Hirnströme (Elektroenzephalographie, EEG), der Muskelspannung (Elektromyographie, EMG) und der Augenbewegungen (Elektrookulographie, EOG) gibt Auskunft über Schlafdauer, Schlaftiefe, Schlafunterbrechungen und innere Organisation des Schlafes (Schlafprofil). Dazu werden kleine Elektroden an Kopf und Körper angebracht. Mit weiteren Sensoren werden Atmung, Herzfrequenz, Körperlage, Sauerstoffsättigung im Blut und Beinbewegungen überwacht. Diese Sensoren und Elektroden werden so befestigt, dass der Patient sich weitgehend uneingeschränkt über Nacht bewegen kann. Nach kurzer Zeit schon hat sich die Haut an die Elektroden gewöhnt, so dass man ungestört schlafen kann.
Die Auswertung am nächsten Morgen gibt einen detaillierten Überblick über den Schlafverlauf und kann wichtige Hinweise darauf geben, warum der Schlaf des Patienten nicht erholsam war oder warum er wiederholt aufgewacht ist.
Verfasser: Das Autorenteam
Erstellt am: 6.11.2006