Eine Narkolepsie-Erkrankung beeinflusst auch weitergehende Aspekte der Lebensplanung, wie etwa die Berufswahl. Bei manchen Berufsbildern kann die Tagesmüdigkeit und damit einhergehende Einschlafneigung zu einem erhöhten Unfallrisiko führen und eine Ausübung des erlernten Berufes gegebenenfalls unmöglich machen. Tätigkeiten als Berufskraftfahrer oder andere Berufe mit Personenbeförderung sind für einen Narkolepsie-Patienten ungeeignet. Das Fahren von Baggern und Kränen sowie die Arbeit an gefährlichen Maschinen erfordert ebenfalls uneingeschränkte Aufmerksamkeit und Wachheit – Tätigkeiten, die für Narkolepsie-Patienten und ihre Umwelt ebenso mit einem erhöhten Unfallrisiko verbunden sind. Darüber hinaus haben Arbeiter im Hochbau oder z.B. Dachdecker ein erhöhtes Absturzrisiko. Plötzliche Kataplexien können da in lebensbedrohlichen Situationen enden. Auch Bedienstete mit Überwachungsfunktionen müssen über einen längeren Zeitraum – auch in eintönigen Situationen – vollkommen aufmerksam und wach sein. Eine erhöhte Einschlafneigung wäre hier ebenfalls hinderlich oder gar gefährlich. Wichtig ist es, dass sie selbst die Tätigkeit als interessant und anregend empfinden. Wesentlich wichtiger als der Beruf an sich sind die konkreten Umstände am Arbeitsplatz.
Informationen zum Thema Narkolepsie, Schwerbehindertenrecht und Erwerbsminderung finden Sie im Kapitel Rechtliche Aspekte.
Verfasser: Das Autorenteam
Erstellt am: 6.11.2006