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Genetische Aspekte

Obwohl Narkolepsie in manchen Familien vermehrt auftritt, gibt es auch viele Betroffene, die Einzelfälle in der Familie darstellen. Ein konkretes Vererbungsmuster konnte bislang nicht festgestellt werden. Für Angehörige ersten Grades von Patienten, das sind Eltern, Geschwister und Kinder, besteht allerdings ein 16 - 200-fach erhöhtes Risiko, auch an Narkolepsie zu erkranken. Im Gegensatz dazu liegt das Risiko, an einer Narkolepsie zu erkranken, in der Allgemeinbevölkerung nur zwischen 0,026 und 0,035 Prozent. Große Familienstudien ließen schon früh vermuten, dass die Vererbung unabhängig vom Geschlecht ist, d.h. Frauen vererben Narkolepsie ebenso häufig wie Männer.

 

Untersuchungen zeigten, dass eine Narkolepsie-Erkrankung wesentlich vom Nachweis des HLA-Gens DQB1*0602 abhängig ist. Dieser Gen-Typ lässt sich bei über 90 Prozent der an Narkolepsie erkrankten Personen nachweisen. Seine Häufigkeit in der Allgemeinbevölkerung liegt durchschnittlich bei 25-33 Prozent. Daraus kann man zum einen folgern, dass eine Narkolepsie-Erkrankung unwahrscheinlich ist, wenn dieses Gen fehlt. Zum anderen lässt das Vorhandensein des Gen-Typs nicht zwingend auf eine Narkolepsie-Erkrankung schließen.

 

Der so genannte HLA-Test kann somit nur die Diagnose Narkolepsie bestätigen, eine Untersuchung im Schlaflabor aber nicht ersetzen.

 

 

Verfasser: Das Autorenteam

Erstellt am: 6.11.2006



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